Männer-Trio leitet ab sofort den Liederkranz.

Unser Bild zeigt die geehrten Mitglieder (von links:) Karl Sieverding, Hans Wessels, Josef Schnaak, Klaus von Häfen und Dietmar Razcek. Bild: Theo Hinrichs

Auf der Generalversammlung des Cloppenburger Liederkranzes stellte Dietmar Raczek das neue Konzept des Vorstandes vor. Der Vorstand wird von drei Personen geleitet. Dietmar Raczek, Raimund Kramer und Detlef Eggers werden den Liederkranz führen. Der neue Notenwart Hans Osterbrink wird von seinem Vorgänger Hans Wessels unterstützt. Schriftführer bleibt Gerd Wilken. Der Vergnügungswart Erich Jaquet wird bei seiner Arbeit von Vertretern der einzelnen Sängergruppen unterstützt. Die Kasse übernimmt wieder Detlef Eggers. Raimund Kramer ist neuer Vorstandssprecher.
Am 19. August wird der Liederkranz an der Landesgartenschau in Bad Iburg mit einem musikalischen Auftritt teilnehmen. In Begleitung der Ehefrauen und Partnerinnen ist die Fahrt nach Bad Iburg gleichzeitig die jährliche Chorfahrt. Dietmar Raczek gab einen Bericht über das Sängerjahr 2017. Es gab 31 Übungsabende mit einer durchschnittlichen Beteiligung von 23 Sänger. 28 Lieder wurden geprobt.
Am 12.6.2017 zog der langjährige Liedervater Claus Schomakers aus privaten Gründen um und hat sein Amt niedergelegt. Das Konzert im November war der Höhepunkt des Jahres.“ Es war ein erfolgreicher Abend“, sagte Dietmar Raczek. Am Volkstrauertag wurde traditionell auf dem Soldatenfriedhof gesungen.
Auf der Mitgliederversammlung standen auch Ehrungen auf der Tagesordnung. Hans Wessels erhielt die Ehrennadel in Silber und eine Urkunde. Mit dem Ehrenzeichen in Gold wurde Klaus von Häfen ausgezeichnet. Eine besondere Auszeichnung erhielt Karl Sieverding von Josef Schnaak aus Essen, Vertreter des Oldenburgischen Sängerbundes (OSB). Er überreichte das Ehrenzeichen in Gold des OSB. Dirigent Martin Zurborg ging in seinem Bericht über die Arbeit mit dem Liederkranz ein. So lobte er den guten Zusammenhalt im Chor.

Text: MT/NWZ

Buntes Potpourri begeistert Publikum

Chöre treten im Saal Taphorn auf – Besonderer Dank an Martin Zurborg

„Chormusik lebt!“ Das hat Martin Zurborg, Dirigent und musikalischer Leiter des Cloppenburger Männerchores „Liederkranz“, jetzt am Ende eines Konzertes im Saal des Hotels Taphorn betont. Neben dem Liederkranz bestritten der Männergesangverein Eintracht Bühren, die Brassrevoltion der Kreismusikschule (KMS) Cloppenburg und der Gospeltrain Cloppenburg, die von etwa 200 Zuhörern besuchte Gemeinschaftsveranstaltung.
Im Verlauf des Abends gab jeder Chor dem Publikum zwei Kostproben seines musikalischen Könnens. Auf der Bühne umrissen die Akteure die ganze Bandbreite der Chormusik. Dargeboten wurden bekannte Melodien wie „Freedom is Coming“ vom Gospelchor oder „Männer“ vom Chor Bühren bis hin zu den für einen Großteil der Zuhörer unvergessenen „Capri Fischern“, die der Liederkranz präsentierte.
Auch die Brassrevolution trug mit ihren Liedern zum Erfolg bei. Höhepunkt des Abends war sicherlich der gemeinsame Auftritt der drei Chöre, Liederkranz, Bühren und Gospeltrain. Dafür ausgewählt hatte Zurborg das Lied „Rolling Home“, das sonst oft zum Repertoire von Shanty-Chören gehört.
Zum Abschluss sparten die Besucher nicht mit Beifall und bedankten sich bei den Chören. Ein besonderer Dank galt überdies Martin Zurborg.
Text: NWZ, Bilder: Theo Hinrichs

Claus Schomakers nach über 20 Jahren beim Liederkranz verabschiedet

“Du hast den Chor zusammengehalten”
Cloppenburg (mt). Nach 20 Jahren im Verein hat der Liederkranz Cloppenburg seinen Vorsitzenden Claus Schomakers verabschiedet. Der Vorsitzende verlässt die Sänger aus persönlichen Gründen. Während der letzten Chorprobe wurde er im Hotel Taphorn verabschiedet.
Dr. Dietmar Raczesk schilderte in seiner Laudatio den Werdegang und die Aktivitäten von Schomakers.
2006 wurde er zum Vorsitzenden gewählt, souverän und gekonnt habe Schomakers das Jubiläum zum 17S-jährigen Bestehen des Vereins durchgeführt. “Du hast den Chor zusammengehalten” betonte Raczek.
Als Dank erhiet Schomakers eine Ehrenurkunde sowie einen großen Präsentkorb.

Abschied: Vorstandsmitglied Detlef Eggers (rechts) überreichte Claus Schomakers eine Ehrenurkunde. Foto: Theo Hinrichs
Abschied: Vorstandsmitglied Detlef Eggers (rechts) überreichte Claus Schomakers eine Ehrenurkunde.
Foto: Theo Hinrichs

“Mit viel Wehmut, aber auch mit einem guten Stück Dankbarkeit für sehr viele schöne Stunden im Kreis der Sangesbrüder verlasse ich den Verein”, bedankte sich Schomakers.

In seinem Bericht erinnerte er an schöne Chorfahrten, die Sängerbälle und die unterschiedlichen Chorleiter. “Und dann endlich konnten wir mit Martin Zurborg den besten und engagiertesten Chorleiter für uns gewinnen, den es hier in der Region gibt”.

Liederkranz zieht positive Bilanz 2016

Foto Bernd Kurre

Zurborg lobte die Auftritte des Chors anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Stadthalle Cloppenburg und beim „Fest der Kulturen“. Vergnügungswart Erich Jaquet unterstrich das besondere Miteinander im Chor, das sich etwa bei der Fahrradtour „Rund um Cloppenburg“ sowie während der Tagesfahrt nach Bremerhaven gezeigt habe. Kassenwart Detlef Eggers wurde, nachdem er die Ein- und Ausgaben des verflossenen Jahres bilanziert hatte, von den Kassenprüfern Otmar Meyer und Wilfried Oelmann mit Anerkennung entlastet.

Erfreulich war die Beteiligung an den 40 Singproben 2016. Zwei Sänger, Günther Teich und Hans Wessels, durften für ihre Teilnahme an jeder Probe des Chors ein kleines Dankeschön in Form einer Flasche Wein in Empfang nehmen.

Beim Tagesordnungspunkt Ehrungen konnten vier Aktive Glückwünsche entgegennehmen: Josef Voet und Lothar Kupka für 50-jährige, Karl-Heinz Sauer für 40-jährige Mitgliedschaft. Karl Sieverding erhielt für herausragendes Engagement die Silberne Ehrennadel des Vereins.

Bei den turnusmäßigen Wahlen demonstrierten die Sänger Einigkeit. Mit Ausnahme des zweiten Vorsitzenden, Raimund Kramer löste Martin Sachse ab, bestätigten sie die Führungsriege im Amt.

Text: Karl Sieverding

Spruch der Woche

Lass Dir von niemanden einreden, dass Du etwas nicht kannst. Wenn Du einen Traum hast, musst du ihn beschützen. Wenn andere etwas nicht können, wollen sie dir immer einreden, dass du es auch nicht kannst. Wenn du was willst, dann mach es.
(Will Smith in „Das Streben nach Glück“)

Mitgliederversammlung 2016

Chor sucht Sänger.

Jubi2016Zur 177. Mitgliederversammlung des Cloppenburger Liederkranzes in der Gaststätte Wienken konnte Vorsitzender Claus Schomakers 33 von insgesamt 35 Mitgliedern begrüßen. Besonders lobte er das Engagement von Klaus von Häfen, Alfons Tapken und Hans Wessels. Diese drei Sänger fehlten bei keiner Chorprobe, dafür gab’s vom Vorsitzenden Schomakers je ein kleines Geschenk.

Chorleiter Martin Zurborg lobte die Zusammenarbeit mit dem Chor. „Es macht Spaß, mit Euch zu singen“, so der Chorleiter. Die Gruppe habe ein gutes Repertoire an Liedern erarbeitet. Gleichzeitig sagte Zurborg zu, noch ein weiteres Jahr mit dem Liederkranz zu arbeiten und bat alle Mitglieder, sich aktiv um die Anwerbung neuer Sänger zu bemühen. Auch Schomakers betonte, wie wichtig die Mitgliederwerbung sei. „Wir müssen die Bewerber persönlich ansprechen“, so der Vorsitzende. Was die Planungen für 2016 betrifft, so sind unter anderem eine Winterwanderung und eine Chorfahrt vorgesehen.

Schlussendlich wurden noch langjährige Mitglieder ausgezeichnet. Ehrenurkunde und Ehrennadel erhielten Bernd Baro für 60 Jahre Mitgliedschaft, Franz Almes für 50 Jahre, Franz Josef Wurm ebenfalls für 50 Jahre, Manfred Sauer für 40 Jahre und Claus Schomakers für 25 Jahre. Bei den anschließenden Wahlen wurde Erich Jaquet zum neuen Vergnügungswart bestimmt.

Quelle: NWZ vom 28.11.2015, Foto Theo Hinrichs

Chöre offen für moderne Lieder

800 Sängerinnen und Sänger beim 82. Bundeschorfest in Cloppenburg

Organisiert hatte das Treffen der “Cloppenburger Liederkranz“. Dieser feierte am Wochenende sein 175-jähriges Bestehen.
Bericht: Carsten Mensing, Theo Hinrichs.

Bundeschorfest

Der Vorsitzende des „Cloppenburger Liederkranz“, Claus Schomakers (rechts), verteilte im Stadtpark die
Fahnenbänder – hier an den MGV Nikolausdorf

 

Mehr als 800 Sängerinnen und Sänger aus 24 Chören sowie 200 Zuhörer haben am Sonntag ein stimmungsvolles Bundeschorfest in Cloppenburg gefeiert. Gastgeber der 82. Auflage war der Männergesangverein „Cloppenburger Liederkranz“, der am Wochenende sein 175-jähriges Bestehen gefeiert hat.

Bei strahlendem Sonnenschein trafen sich die Teilnehmer vor dem Amtsgericht im Cloppenburger Stadtpark – die Verantwortlichen des Liederkranzes schienen einen guten Draht zu Petrus gehabt zu haben. Nach der Verteilung der obligatorischen Fahnenbänder und einem Grußwort des Präsidenten des Sängerbundes „Heimattreu“, Josef Kellermann (Schwichteler), marschierte die Sängerinnen und Sänger unter Begleitung der Feuerwehrkapelle durch die Innenstadt Richtung Münsterlandhalle.

In der Halle präsentierte jeder Chor einen musikalischen Beitrag – und das Repertoire war keineswegs nur auf klassisches Liedgut beschränkt. So wurden unter anderem auch „Only You“ (von den Flying Pickets), „Lollipop“ (Manuela), „Dschinghis Khan“ (Dschinghis Khan), „Traum von Amsterdam (Axel Fischer), „Caprifischer“ (Vico Torriani) und „Die kleine Kneipe“ (Peter Alexander) zum Besten gegeben. Eröffnet hatte den Liederreigen der gastgebende „Liederkranz“ – unter der Leitung seines Dirigenten Axel May blies der Chor zur „Diplomatenjagd“.

Begonnen hatte das Chorfest am Vormittag mit einer Kranzniederlegung und einem ökumenischer Gottesdienst in der St.-Josef-Kirche. Mit dem traditionellen Kommers, der von der Cloppenburger Band „Dit&Dat“ musikalisch gestaltet wurde, klang das Treffen in der Münsterlandhalle aus.

Quelle: NWZ vom 20.05.14

Liederkranz ältester Kulturträger

Cloppenburger Chor feiert 175-Jähriges mit Empfang und Gala-Konzert.

Der Bürgermeister war Schirmherr. Zum Konzert kamen 750 Besucher.
von Theo Hinrichs

175 Chor

Der gemeinsame Auftritt des Gospelchors St. Andreas und des Liederkranzes zählte zu den Höhepunkten des Gala Konzertes in der Münsterlandhalle.

Groß war die Zahl der Gäste aus Politik und anderen Chören. Schirmherr Bürgermeister Dr. Wolfgang Wiese begann seinen Festvortrag mit einem Zitat von Johann Wolfgang von Goethe: „Ehrt die Lieder, sie sind gleich der guten Taten“. Für den Bürgermeister ist Musik ein fester Bestandteil des Lebens: „Musik gibt neue Kraft für den Alltag“. Trotz eines geänderten Freizeitverhaltens lebten die Chöre: „Richtet den Blick nach vorne und behaltet die Begeisterung für den Gesang“. Wiese überreichte Schomakers eine Urkunde sowie ein Geldpräsent.

Urkunde

Dr. Wolfgang Wiese (rechts) überreichte als Gastgeschenk eine Urkunde an den Liederkranz- Vorsitzenden Claus Schomakers.

Carl-Mathias Wilke, Präsident des Chorverbundes Niedersachsen-Bremen, sagte, Gesangvereine seien zu Gründungszeiten des Cloppenburger Liederkranzes ein Ausdruck einer nationalen Bewegung, wie auch Schützenvereine oder Turnvereine gewesen. „Es war ein Zusammenschluss von jungen Männern, die in Cloppenburg nicht nur den Gesang vervollkommnen wollten, sondern auch Feierlichkeiten, Vergnügen und Unterhaltung auf ihre Fahne schrieben“, so Wilke. Heute zähle das Erleben der Gemeinschaft an erster Stelle. Nicht unerwähnt ließ er die Probleme bei der Nachwuchsgewinnung. Mobilität, die moderne Technik und das Sich-nicht-binden-wollen oder -können seien das eine, die Vereinsamung der Menschen das andere. Musik sei eine Sprache der Seele, so Wilke. Chöre könnten die Aufgabe, „der Seele eine Heimat zu geben“, wunderbar erfüllen, und sollten es auch tun.

Grüße überbrachte auch Josef Kellermann vom Sängerbund Heimattreu. Auch er sprach das Problem mit dem Nachwuchs an. Als Geschenk überbrachte er eine Urkunde sowie eine Geldgabe für neue Noten. Das hatte auch Gerhard Buken, Präsident des Oldenburgischen Sängerbundes, mitgebracht. 175 Jahre gemeinsame Freude am Chorgesang prägten den Cloppenburger Liederkranz.

Mit dem Lied „Heil dir o Oldenburg“ endete der Empfang, der musikalisch von der Cloppenburger Feuerwehrkapelle, dem Cloppenburger Kinderchor und natürlich dem Liederkranzes unter der Leitung von Axel Mai begleitet wurde.

Zum Gala-Konzert am Abend waren 750 Besucher in die Münsterlandhalle gekommen. Die Big Band Bösel, der Gospelchor St. Andreas und der Liederkranz begeisterten die Gäste. Ein weiterer Höhepunkt war der gemeinsame Auftritt des Liederkranzes und des Gospelchors. Mit einem Geburtstagslied überraschte der Gospelchor, und am Ende wurden alle Musiker mit viel Applaus belohnt.

Quelle: NWZ vom 20.05.14

Cloppenburger Männerchor feiert 175-Jähriges Chorjubiläum

Gründung im Jahr 1839 Der „Liederkranz“ ist künstlerisch-kulturell, personell und finanziell gut aufgestellt. Er ist zudem der älteste aktive Männerchor im oldenburgischen Raum.
von Karl Sieverding

Chor 2014
Die Mitglieder des „Cloppenburger Liederkranz“ feiern in diesem Jahr das 175-jährige Bestehen des Gesangvereins. Bild: FOTO KOWALSKI

Cloppenburg Gegründet im Jahre 1839, ist der „Cloppenburger Liederkranz“ heute der älteste aktive Männerchor im gesamten oldenburgischen Raum – und blickt auf eine bewegte Geschichte zurück.

Der Berliner Komponist und Goethefreund Karl Friedrich Zelter hatte 1809 während der napoleonischen Besetzung mit der Gründung seiner „Liedertafel“ die stark patriotisch motivierte volksmusikalische Bewegung ins Leben gerufen, die 30 Jahre später auch ins Oldenburgische vordrang. Dem Initiator des Cloppenburger Vereins ging es jedoch weniger um Politisches – er sah den Zweck der Chorgemeinschaft darin, „sich durch Gesang Vergnügen und Unterhaltung zu verschaffen, im Gesang zu vervollkommnen und zur Verherrlichung von Feierlichkeiten, die den Mitgliedern dazu passend erscheinen, beizutragen“.

Als die nationale Frage in den folgenden Jahrzehnten die Deutschen wieder bewegte, bekamen auch die Programme der Cloppenburger Liederfeste eine betont patriotische Note. 1847 etwa feierte der Verein auf Hemmelsbühren „zu Ehren des geliebten Großherzogs“ dessen Geburtstag „mit Gesang und Illumination“. Das Sängerfest in Lohne 1860, an dem auch der Chor teilnahm, trug den Charakter einer „Siegesfeier“, anlässlich der Erinnerung an den 35 Jahre zuvor errungenen Sieg über Napoleon bei Waterloo.

Geselligkeit

Die künstlerischen Ziele waren nicht hoch gesteckt, ging es doch vorwiegend um Geselligkeit. Da auch die Männerchor-Literatur des 19. Jahrhunderts weithin der Nachromantik huldigte, war an einen künstlerischen Anspruch im gesamten Chorwesen kaum zu denken. Gleichwohl bestätigte Hermann Bitter, der Verfasser der Liederkranzchronik von 1964 und spätere Ehrenbürger der Stadt Cloppenburg, in seinem Rückblick dem Dirigenten des 1877 neu gegründeten Chores – er nannte sich seitdem „Cloppenburger Liederkranz“ – sein „Bemühen … um gute Musik“. Dass dieses Bemühen offenbar auch Erfolge aufweisen konnte, zeigte die Teilnahme des „Cloppenburger Liederkranz“ am ersten Bundeschorfest in Oldenburg wenige Jahre vor dem Ersten Weltkrieg. Die Oldenburger „Nachrichten für Stadt und Land“ kommentierten erstaunt: „Überraschend für uns Residenzler war die künstlerische Leistung einzelner kleiner Vereine unseres Landes“, worauf der „Liederkranz“ eigens genannt wurde.

Bis zum Beginn der 1920er Jahre, ehe Hermann Bitter Dirigent wurde, waren Konzert und Ball (Stiftungsfest) miteinander verbunden. Erst mit der Trennung und damit der Einführung der Aula-Konzerte wurde sich der Verein seiner künstlerischen Aufgabe voll bewusst. Neben den Veranstaltungen, die über den begrenzten Rahmen der Aula-Konzerte nicht hinausgingen, gab es größere musikalische Ereignisse in der Münsterlandhalle, zum Beispiel 1934 Haydns Oratorium „Die Jahreszeiten“, 1935 Haydns Oratorium „Die Schöpfung“ und 1937 Andreas Rombergs „Das Lied von der Glocke“.

Erfolgsgeschichte

Die 1960er, 1970er und späteren Jahre waren für den „Cloppenburger Liederkranz“ eine Erfolgsgeschichte, und zwar künstlerisch-kulturell, personell und finanziell – dank des Duos Joachim Tebel und Josef Kleier. Die Chordarbietungen unter dem Dirigat des Musikprofessors Joachim Tebel – neben denen unter der Leitung Hermann Olberdings – haben den Namen Cloppenburg weit über die Grenzen des Oldenburger Münsterlandes hinausgetragen. Alle Mitbürger, die die „Heilige Elisabeth“, den „Elias“, „Carmina Burana“, das „Lied von der Glocke“ oder das Konzert anlässlich des 550-jährigen Stadtjubiläums erlebt haben – als Aktive oder als Zuhörer –, können sich wahrscheinlich bis heute daran erinnern.

Die Geschicke des „Cloppenburger Liederkranz“ liegen seit dem Jahre 2007 in den Händen des 1. Vorsitzenden Claus Schomakers und seit 2014 des Dirigenten Martin Zurborg. Beide stimmen die Vereinsmitglieder zuversichtlich, dass es dem Chor auch in Zukunft gelingt, mit seinen musischen Aktivitäten Kultur zu verbreiten, Gemeinschaft zu stiften und Lebensfreude zu schenken.